SCHMERZEN BEIM ATMEN

Muskuläre Ursachen von Atemschmerzen.

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Du hast Schmerzen bei jedem Atemzug, bekommst schlecht Luft oder spürst ein Engegefühl in deiner Brust? Dann schrillen bei dir sicher alle Alarmglocken — und das ist verständlich. Herzinfarkt, Lungenkrebs oder andere schlimme Erkrankungen können solche Symptome nunmal auslösen, das ist bekannt. Doch was du vielleicht noch nicht weißt: Auch deine Brustmuskulatur und dein Zwerchfell kommen als Verursacher von Atemschmerzen in Frage.

Um es mit allem Nachdruck zu betonen: Schmerzen beim Atmen sind heikel und sollten immer schulmedizinisch abgeklärt werden. Ein Arztbesuch zu viel ist in diesem Fall immer besser als einer zu wenig oder ein zu später. Wenn dein Kardiologe oder Internist jedoch ernste organische Grunderkrankungen bei dir ausschließen konnte, machen wir dir ein Angebot:

Lerne mit unserer Behandlung eine neue Sicht auf deine Atemschmerzen kennen, mache dich mit ihren muskulären Ursachen vertraut und entdecke effektive Übungen zur Selbsthilfe.

  • Dazu werfen wir zunächst einen Blick in deinen Brustkorb. Du erfährst, wie der Brustbereich aufgebaut ist, welche Organe bzw. Strukturen es dort gibt und worin die Aufgabe der einzelnen Teile besteht
  • Im zweiten Kapitel kümmern wir uns um die vielen verschiedenen Ursachen, die hinter deinen Schmerzen beim Atmen stecken können. Dir ist sicher klar, dass dabei keine Ferndiagnose möglich ist. Dennoch möchten wir dir eine erste Orientierung bieten, wie du muskulär bedingte Atemschmerzen am besten erkennst.
  • Du hast Herz und Lunge von deinem Arzt schon checken lassen und bist dir sicher, dass überspannte, verkürzte Muskeln deine Atemschmerzen auslösen? Dann kannst du mithilfe unserer Behandlung gezielt etwas dagegen tun. Was unsere Behandlung auszeichnet und welche Übungen dir sofort helfen können, erfährst du bei uns in der Praxis. 

Da Schmerzen beim Atmen meist im Brustraum entstehen, schauen wir uns die Anatomie dieses Bereichs genauer an. Der Brustkorb (Thorax) wird von zwölf Rippenpaaren aufgespannt. Diese setzen an ebenso vielen Wirbelkörpern an, die zusammen die Brustwirbelsäule (BWS) bilden. Am anderen Ende geht jede Rippe in den Rippenknorpel über, der mit dem Brustbein (Sternum) verwachsen ist. Aufgrund dieser besonderen Bauweise bilden deine Rippen eine Art “knöchernen Käfig”, der die lebenswichtigen Organe Herz und Lunge schützt.

Verbunden sind Rippe und Fortsätze der Wirbelkörper jeweils über zwei kleine Gelenke, in denen sich die Rippe bei jeder Atmung bewegt. Dank der Gelenke und der Rippenmuskulatur (Interkostalmuskulatur), die sich wie Fischgräten zwischen den Rippen anordnet, kann sich der Brustkorb bei jedem Atemzug heben und senken. Spezielle “Atem-Hilfsmuskeln”, die wie eine Säge geformt sind und daher “Säge-Muskeln” genannt werden, helfen zusätzlich beim Atmen. 

 

Wunderwerk Atmung — die Rolle des Zwerchfells

Komplexer wird das System, wenn wir uns dem Prozess der Atmung weiter annähern. Neben der Hilfs-Muskulatur an und zwischen den Rippen gibt es nämlich einen ganz besonderen Muskel, der an jedem einzelnen Atemvorgang maßgeblich beteiligt ist — das Zwerchfell (Diaphragma). Nur 3–5 mm dick, trennt es den Brustraum vom Bauchraum. Das Zwerchfell kannst du dir als eine Sehnenplatte vorstellen, die von einer Schicht aus muskulären Kuppeln bedeckt ist. Deren Ansätze liegen im Bereich der Lendenwirbelsäule, dem Brustbein und den Rippen.

 

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Wenn du einatmest (Inspiration), zieht sich die   kuppelförmige Muskelplatte zusammen. Das Zwerchfell sinkt ab, wodurch sich das Volumen im Brustraum vergrößert. Gleichzeitig werden die Organe des Bauchraums nach unten gedrückt und der Bauch wölbt sich vor. Es entsteht ein Unterdruck, der Luft in die Lungen strömen lässt und das Einatmen ermöglicht. Umgekehrt bei der Ausatmung (Expiration): Das Zwerchfell erschlafft und entspannt sich, wird hoch in den Brustraum gehoben und löst über das Zusammenpressen der Lungen das Ausströmen der Atemluft aus. Der Bauch flacht wieder ab.

 

Ein- und Ausatmen vollziehen sich im Normalfall unwillkürlich, geräuschlos und hocheffizient. Gerade weil wir wenig von seiner Arbeit mitbekommen, gerät das Zwerchfell jedoch allzu leicht in Vergessenheit — auch was seine Rolle bei der Entstehung von Atemschmerzen angeht.  

 

Lungen, Bronchien und Brustfell

Der für die Atmung notwendige Gasaustausch findet in den Lungen statt. Ihre luftleitenden Anteile werden als Bronchien bezeichnet. Zusammen mit der Luftröhre, aus der sie hervorgehen, bilden die Bronchien die unteren Atemwege. Diese können sich bei einem Infekt entzünden (Bronchitis) oder chronisch überreizt sein (Asthma).

Strömt — angetrieben von den Bewegungen des Brustkorbs und des Zwerchfells — Luft in die Luftröhre, befördern die Bronchien sie über ein weit verzweigtes System in die Lungenbläschen (Alveolen). Dort kommt es zum lebenswichtigen Gasaustausch.

Auch das sogenannte Brustfell (Pleura) spielt für den Ablauf der Atembewegungen eine entscheidende Rolle. Der Begriff ist missverständlich, denn es handelt sich beim Brustfell um eine Doppelhaut (Pleuren), welche die Lungen ummantelt. Die äußere Schicht der Pleura kleidet dabei als Rippenfell die gesamte Innenfläche des Brustkorbs aus. Das Lungenfell — die innere Lage — bedeckt die Lungenoberfläche. Das Besondere: Sowohl Rippen- als auch Lungenfell  “sind glatt und feucht und können daher fast reibungslos gegeneinander gleiten. Der dünne Spalt zwischen ihnen (Pleuraspalt) ist mit etwas Flüssigkeit gefüllt. Luft ist hingegen keine enthalten.

 

Und die Faszien?

Dein Brustkorb und dein Rumpf weisen zahlreiche Innenräume auf, die entweder mit Luft oder mit Flüssigkeit gefüllt sind. “Im ganzen Brustbereich”, so Faszienforscher Peter Schwind, “ist dieser Innenbereich von einer einzigen Faszie umhüllt. Es ist die endothorakale Faszie.”  Sie bildet eine äußerst dünne Schicht, die extrem elastisch und dehnbar sein muss, um die Atembewegungen der Lungen nicht zu blockieren. 

Falls du unsere Behandlung noch nicht kennst, hast du jetzt womöglich einige Fragezeichen im Kopf. Wir wollen an dieser Stelle nicht zu tief einsteigen. Wichtig für dich ist nur zu wissen, dass Muskeln niemals von alleine funktionieren würden — auch nicht mithilfe des Gehirns oder der Nerven. Das gilt für alle Muskeln deines Körpers, also auch für das Zwerchfell und die Atem-Hilfsmuskeln.

 

Ursachen von Schmerzen beim Atmen und ihre typischen Symptome

Von lebensbedrohlich bis banal — Schmerzen beim Atmen können auf verschiedenste Ursachen zurückgehen. Je nach betroffenem Bereich, fallen die Symptome natürlich sehr unterschiedlich aus. Du solltest deshalb wissen, auf was du besonders achten musst, um eine individuell optimale Behandlung zu bekommen. Aus diesem Grund geben wir dir hier einen Überblick über Krankheitsbilder, die häufig mit Schmerzen beim Atmen einhergehen. 

Diese Auflistung kann keine ärztliche Diagnose ersetzen. Verstehe sie daher bitte als erste Orientierungshilfe  — und als Erweiterung herkömmlicher Sichtweisen, die den Einfluss von Muskeln und Faszien bei der Entstehung von Atemschmerzen leider oft übersehen. 

Mit diesen Ergebnissen möchten wir Brust- und Atemschmerzen keinesfalls kleinreden. Immer können ernste Erkrankungen dahinter stecken und lebenswichtige Organe betroffen sein — auch solche, die gar nicht im Brustkorb liegen. Gerade

  • wenn Schmerzen neu und akut auftreten, 
  • sie sich in Charakter oder Intensität verändern und 
  • du Symptome wie Atemnot, Druckgefühl, Benommenheit oder Schwindel bemerkst, 

solltest du nicht zögern, einen Arzt aufzusuchen oder sogar den Notarzt zu rufen. Die Ursachen für Schmerzen beim Atmen sind aber in der Mehrheit der Fälle eher harmlos und gut behandelbar.

 

Muskulär-fasziale Ursachen von Schmerzen beim Atmen

Wie du schon weißt, folgt das Zwerchfell den Gesetzen jedes anderen Muskels in deinem Körper. 

Will heißen: Wenn es zu wenig bewegt wird, kann es in bestimmten Faserbereichen unnachgiebig werden (“verkürzen”) und dadurch eine unnatürlich hohe Spannung aufbauen. 

Dies behindert das Ein- und vor allem das Ausatmen, weil das Zwerchfell dabei geschmeidig nachgeben muss. Tut es das nicht, können Schmerzen entstehen und das Atemvolumen deiner beiden Lungenflügel nimmt ab. 

Atemschmerzen sind häufig also nichts anderes als Bewegungsschmerzen desjenigen Muskels, der die Atembewegung ausübt.

 

Schmerzlinderung mit The Body Balance

Entspannung der verkrampften Muskeln und Faszien durch eine Massage in Graz ist der erste Schritt, der zu weniger Schmerzen führt; der nächste ist das Umprogrammieren der betroffenen Muskeln, um durch ein erweitertes Bewegungspotential Schmerzerscheinungen zu mindern, völlig zu beenden oder deinen Symptomen effektiv vorzubeugen.

Dazu führen wir unsere Kunden an die Übungen heran – gezielte Engpassdehnungen, die auf eine Flexibilisierung der Faszien abzielen und neue Bewegungsprogramme im Gehirn etablieren, denn genau dort entsteht der Schmerz.

Die Übungen stellen die schmerzfreie Bewegungsfähigkeit wieder her und erweitern sie. Wichtig ist dabei eine veränderte Sichtweise auf den Schmerz.

Begreifen Kunden ihren Schmerz als ein Warnsignal des Körpers, entwickeln sie nach und nach eine ausgeprägte Fähigkeit zur Selbstdiagnose und erkennen, dass sie ihren Körper vor anatomischen oder strukturellen Schäden schützen können.

Die Einnahme von Schmerzmedikamenten ändert nichts an den bestehenden Ursachen für die Schmerzen. Sie gleicht vielmehr dem Ausschalten einer Warnleuchte, ohne den Grund für ihr Aufleuchten zu beseitigen. Mit dem "Human Ergonomic System®"  wird der Schmerz reduziert, Medikamente können abgesetzt werden.

Vereinbaren Sie noch heute einen Termin bei uns, und überzeugen Sie sich selbst! 

https://www.the-body-balance.at

 

 

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